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rbb-TV ab 14.4.21: "Charité intensiv: Station 43" (4 Teile) (Gesellschaft)

verfasst von wmeyer(R), 16.04.2021, 03:11

Hallo,

die Gesundheitslage ist äußerst angespannt, auch wenn das einige nicht wahrhaben wollen. Und man hört immer wieder, es wäre doch richtiger, nicht (allein) die Ansteckungen, sondern (auch) die Auslastung der Betten auf den Intensivstationen zum Entscheidungskriterium zu machen.

Das ist schon dadurch heikel, daß von den jeweils heute erkannten Erkrankten die schweren Fälle sich erst in etwa zwei Wochen herausstellen. Und je mehr Infizierte, je mehr wahrscheinliche Intensivpatienten.

Einen anderen Aspekt finde ich noch wichtiger: Was geschieht denn auf den Intersivstationen? Wenn man bedenkt, daß je nach Altersgruppe jeder Fünfte bis jeder Zweite am Ende dort nicht von den Angehörigen, sondern von den Bestattern abgeholt wird, bekommt das Wort von den "freien Intensivbetten" doch einen Beigeschmack.

Und vielleicht noch wichtiger: Wie sollen die Ärztinnen und Ärzte, die Pflegerinnen und Pfleger damit zurecht kommen, daß ihre Anstrengungen wieder und wieder letztendlich vergeblich waren? Und immer auf's Neue - wir haben ja die Intensivbetten ...

Für alle, die bisher keine Vorstellung von der Arbeit auf Intensivstationen hatten, und für alle, die ihre Sympathie mit den (schon halb vergessenen) Heldinnen und Helden aus dem Gefühlten ins Gewußte qualifizieren wollen, hier ein aktueller Fernseh-Hinweis:


"Charité intensiv: Station 43"
Vierteilige Dokuserie des rbb

Für die Charité, die als eine der größten Universitätskliniken Europas auf eine über 300-jährige Tradition des Behandelns und Heilens zurückblickt, ist dieser Schicksalswinter 2020/2021 ein Kapitel, das Geschichte schreibt. Besonders für die Ärzte und Pflegenden der Station 43.

Tag und Nacht ringen sie um das Leben derer, die das Corona-Virus besonders schwer getroffen hat. Ganz nah beobachtend und ohne Kommentar erzählt "Charité intensiv" von diesem Kampf in einem Mikrokosmos, der keine Tageszeiten kennt, bestimmt von grellem Licht und piepsenden Maschinen.

Trotz hochtechnisierter Intensivmedizin und großem persönlichen Einsatz, stößt das Personal immer wieder an die Grenzen dessen, was der Mensch vermag. Es ist mit einer völlig neuen Erkrankung konfrontiert, die den ganzen Körper schädigen kann und bewährte Therapien versagen lässt. Immer wieder müssen die erfahrenen Ärzte und Pflegenden das Unausweichliche akzeptieren und Menschen gehen lassen. Am Ende einer langen Schicht fühlt es sich oft an wie ein Aufgeben - und hinterlässt Spuren bei denen, die bleiben.

Einen Winter lang beobachtet "Charité intensiv" die Station 43, eine der Intensivstationen der Charité, auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie. Die Filme geben einen intimen Einblick in eine Welt im Grenzbereich zwischen Leben und Tod, die den meisten unbekannt ist. (rbb-online.de)


Die Folgen sind jeweils ca. 30 min lang.

rbb Fernsehen
Mi 14.04.21, 21:00 - Folge 1: Sterben
Mi 21.04.21, 21:00 - Folge 2: Kämpfen
Mi 28.04.21, 21:00 - Folge 3: Hoffen
Mi 28.04.21, 21.30 - Folge 4: Glauben

Siehe auch:
https://www.rbb-online.de/doku/c-d/...charite-intensiv-station-43.html

Herzliche Grüße
Wolfgang

---
So eigensinnig widersprechend ist der Mensch: zu seinem Vorteil will er keine Nötigung, zu seinem Schaden leidet er jeden Zwang. (Johann Wolfgang von Goethe)

In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
(Robert Green Ingersoll)

 

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