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Auf Tour mit "Gundermanns Lieder in Europa" N.4 (Gundermann)

verfasst von Christine(R), 01.03.2023, 10:07

Bei den Kindern von Hoy…

Und das ruhige wertschätzende Willkommen von Kufa-Chef Uwe Proksch hilft uns über die erste Nervosität. Pille ist wie immer im Element, und der Frankfurter Lyriker und Journalist Henry-Martin Klemt hat unsere Diskussionsveranstaltung als Moderator hervorragend und enorm kompetent vorbereitet, so ergibt sich eine lebendige und lebhafte Diskussion zu „Gundi und Gott“ und zu seinen Texten im Religionsunterricht. Das Cafe Auszeit ist gut gefüllt, auch Richard Engel ist gekommen, nur Lehrer sind offensichtlich nicht da oder outen sich nicht. Wir hören davon, dass Gundis „Halte durch“ aber in Erlangen im Religionsunterricht eingesetzt wird, Dr. Ganter ist immerhin Fachbereichsleiter für Religion und keineswegs nur irgendein Referendar.
In der Kufa hilft uns das Cafe Auszeit – wir bekommen Getränke, leckeres Essen und bauen den Stand vor dem großen Saal auf. Es spricht sich herum, dass David Shirreff dabei ist, der Autor des neuen englischsprachigen Buchs über Gundi. Und das Publikum ist in Hoywoy immer ein besonderes, mindestens genauso offen und begeistert wie in Leipzig. Unter den Gästen sind natürlich auch einige von Grit Lemkes „Kindern von Hoy“ und ihre Kollegen aus Frankturt/Oder, wie das Regionalfernsehen treffend feststellt. Ein überaus kompetentes Publikum, zum Schluß stehend mitsingend, ein wunderbarer, unglaublicher Anblick, der uns alle schwierigen Situationen auf der Tour aber sowas von sofort komplett vergessen lässt. In der Kufa sein ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen, so ist es. Und Hoywoy hört erstmalig live die Vertonung des Henry-Martin Klemt- Liedes „Kerl wie´n Baum“ von George Leitenberger, die auch schon in Leipzig beim Publikum sehr gut ankam.
„War 'n Kerl wie 'n Baum
Wo die Vögel drin wohn
Fraß 'ne Raupe sein Blatt
Sah er 'n Schmetterling schon“
Am nächsten Morgen ist zum letzten Mal die Heizung ausgefallen. Der Hausmeister des IBA-Studierhauses hat auf unseren Anruf hin jeden Morgen die labilen Kessel wieder in Stand gesetzt, doch am Wochenende hat er frei, und das merken die Liedermacher schmerzlich. Sie müssen kalt oder gar nicht duschen, und es wird wieder empfindlich kühl in den Räumen, ein Problem, dass wir die ganze Zeit mittels Standleitung zum Hausmeister immer wieder in den Griff bekommen haben, aber jetzt ist auch das Geschichte. Wir sind froh, dass wir unseren ukrainischen Liedermacher Zhenja gesund und munter bei uns begrüßen können – er hat aus ökologischen Gründen das Fahrrad als Transportmittel von Großräschen nach Hoywoy hin und zurück gewählt. Nachts verfährt er sich im Regen und kommt schließlich nach einer 80 km Tour völlig unterzuckert und maximal erschöpft im Studierhaus an, schleppt sich mit letzter Kraft ins Haus und in sein Bett…ihm wird nach Blutzucker-Kontrolle erstmal ein ordentliches Frühstück und regelmäßiges Apfelsaftschorle-Trinken verordnet.
Die Heinzelmännchen räumen jetzt das ganze Dachgeschoß aus, die Musiker sammeln alle ihre Instrumente nochmal ein, es geht es zum letzten Gig nach Berlin, keiner wird heute noch nach Großräschen zurückkehren, übernachtet wird in der Hauptstadt. So müssen alle Reste mitgenommen oder entsorgt werden, zum letzten Mal werden Küche und Essraum geputzt. Erneut in Privatautos geht es nach Berlin, auch das funktioniert problemlos. Am Lübbenauer Dreieck überholen wir die holländisch-schottisch-irische Fraktion, und George Leitenberger düst mit seinem Jack und Andreas Albrecht an Bord an uns vorbei. Erstaunliche viele Italo-Schwaben sind unglaublicherweise das allererste Mal in Berlin.

 

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