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Der Liedermacher Diether Dehm (Musik)

verfasst von Beate(R), 04.10.2022, 07:22
(editiert von Beate, 04.10.2022, 07:29)

Bereits seit 1966 ist er erfolgreicher Liedermacher und Autor von Hits wie „1000-mal berührt”, „Faust auf Faust“, „Was wollen wir trinken“ und „Monopoli”. 1966 war Diether Dehm mit seinem Lied „Karriere“ Preisträger bei den Internationalen Essener Songtagen, stand dort mit Frank Zappa auf der Bühne. Ein Jahr später sang der Ostermarschierer mit Mikis Theodorakis in Frankfurt gegen den griechischen Faschismus. 1968 trat er in der ZDF-Sendung „Talentschuppen“ auf und 1969 auf dem legendären Liederfestival auf Burg Waldeck. 1975 sang er im ZDF, diesmal in der Sendung „Disco“ mit Ilja Richter, unmittelbar vor dem ersten TV-Auftritt von ABBA in Deutschland. Unter seinem Pseudonym „Lerryn“ veröffentlichte er zahlreiche Vinyl-Schallplatten, so mit Albert Mangelsdorff die LP „Goya malt Karl den VI.“ - das Georg Kreisler belobigt und die ZEIT unter der Überschrift „Hervorragend“ rezensiert hat.

1979 übernahm Diether Dehm das Amt des Sprechers der Initiative „Rock gegen Rechts“ und textete Hymnen, wie „Was wollen wir trinken sieben Tage lang"; „Das weiche Wasser bricht den Stein“ und „Aufsteh‘n“, welche durch die niederländische Rockband „bots“ zu größerer Bekanntheit gelangten.

Auf Bitte von Willy Brandt schrieb Diether Dehm 1988 für die 125-Jahr-Feier der SPD, die damals neue SPD-Hymne und im selben Jahr moderierte er zusammen mit Katarina Witt das FDJ-Festival mit Bryan Adams, Heinz Rudolf Kunze usw auf der Radrennbahn in Berlin-Weißensee. Zuvor hatte er im ZDF „Rock-Pop in Concert“ und für die ARD „Lieder im Park“ moderiert.

Daneben managte Diether Dehm auch zahlreiche Künstler, unter anderem die Rockgruppe BAP, die Bots, Zupfgeigenhansel und übernahm 1989 das weltweite Management für Katarina Witt, für die er 1995 das Fernsehmusical „Die Eisprinzessin“ schrieb.

1983 gründete er sein eigenes Schallplattenlabel „Musikant”, das ein Jahr später Marktführer wurde. Bis heute schrieb Diether Dehm mit und für Joe Cocker, Udo Lindenberg, Klaus Lage, bots, Heinz Rudolf Kunze, Dieter Hallervorden, Anne Haigis, Zupfgeigenhansel, Curtis Stigers, Christopher Cross und vielen mehr über 600 Lieder auf Tonträgern. Für sein Wirken wurde er mit elf Goldenen Schallplatten und vier Platin-Schallplatten geehrt.

Er ist Autor zahlreicher Gedichte, Romane, Musicals, Theaterstücke und Bücher. Seine Sketche liefen vor allem in der Satiresendung „Hurra Deutschland“ in der ARD mit Gummipuppen und im Radio als Politikerparodien, bei Thomas Gottschalks „RTL-Latenight“, bei Radio FFH usw auch mit seiner Stimme. Ende der Achtziger lieferte Dehm eine neue Übertragung des Partisanen-Liebeslieds „Bella Ciao“ aus Norditalien, das auch von anderen Interpreten (Zupfgeigenhansel; Konstantin Wecker; „Bandiera Rossa“) gesungen wurde. Kurz danach schrieb er den Roman „Bella Ciao“ über die Geschichte der Partisanenrepublik am Lago Maggiore, der bei „Eulenspiegel“ als Buch und Hörbuch (mit Peter Sodann, Konstantin Wecker usw.) in bislang drei Auflagen erschien (Sahra Wagenknecht: „Große Spannung, wie sie der Klassenkampf auch liefert!“).

Immer wieder seit 1968 sang Diether Dehm Arbeiterlieder auf diversen Tonträgern mit Heiner Goebbels, Albert Mangelsdorff, Michael Letz, Götz George, Hans-Werner Henze usw. Aktuell hat er eine neue CD „Arbeiterinnenlieder“, mit völlig neuen Arrangements traditioneller Musik, aber auch mit einer Rockballade gegen Jeff Bezos und für eine Streikführerin bei „Amazon“. Die beiden früheren SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine und Sigmar Gabriel - ansonsten nicht einer Meinung - haben sich bereits nach erstem Anhören auf eine Empfehlung dieses Tonträgers festgelegt.

Weiterhin veröffentlichte Diether Dehm auch als Buch-Herausgeber Beiträge mit diversen Autoren, wie Günter Wallraff, Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi, Albrecht Müller, Konstantin Wecker, Alexis Tsipras. Zuletzt „Meine schönsten Skandale“ mit einem Vorwort von Peter Gauweiler.

Diether Dehm schrieb auch zahlreiche Theaterstücke, wie „Milchmädchenreport”,„Stars“ mit Klaus Lage und der Band „EMMA“, „Befreit!“ mit Konstantin Wecker, Peter Sodann, Rolf Hochhuth u.a., „Hungergala“ und „Öko-Sat“ mit Stephan Wald, „Gorbatschow muss sterben“ mit Ingolf Lück & Hans Werner Olm, und „Deutschland gegen Brecht“ mit Sabine Kebir und Gina Pietsch, welche gespielt wurden im Berliner Ensemble, dem Staatstheater Kassel, Theater Nordhausen, Leipziger Fabrik, Neues Theater Halle, der Hamburger Fabrik usw. Sein neustes Dokumentar-Stück heisst „Abs“ und handelt von einem Großbanker, der Finanz- und Kriegs-Geschichte sowie den Auschwitz-Kreditverträgen. Es wurde im Saal der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt am Main uraufgeführt und bei weltnetz.tv für die Mediathek aufgezeichnet.

Quelle: http://www.diether-dehm.de/home/lebenslauf

 

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