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Wurde in Deutschland bei den Intensivbetten manipuliert? (Gesellschaft)

verfasst von Skywise(R), 01.12.2021, 20:54

@Onkelonkel:
» Natürlich wäre ich auch an Deinen alternativen Deutungen zu den Quellen des
» Films interessiert. Für mich ist diesbezüglich technisch keine Schwäche
» auszumachen. Im Gegenteil, gut wenn er zum Nachdenken und selber
» recherchieren anregt.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, daß Du an meinen Deutungen zu den Quellen wirklich interessiert bist, aber spaßeshalber ...

ca. Min. 2:00
"Das kann passieren, wenn Personen aus anderen Gründen ins Krankenhaus eingeliefert werden und dort erst positiv getestet werden oder sich sogar dort erst anstecken."
Die Aussage wäre dann richtig, handelte es sich immer um dieselben Personen. Dazu gibt es aber keine Quellen. Ebenso kann sich die Zahl der Covid-Patienten auf Intensiv dadurch erhöhen, daß ein Nicht-Covid-Patient glücklich oder weniger glücklich die Intensivstation verläßt und durch einen Covid-Patienten ersetzt wird.

ca. Min. 3:15
"gerade mal 4 %".
warum wurde der gedruckte Satz hier eigentlich nicht zu Ende weitergelesen, obwohl hier eine extrem wichtige Aussage zur Bewertung der Daten getroffen wird? "natürlich mit zeitlichen und geographischen Spitzen".

ca. Min. 3:30
"insgesamt 14 Milliarden Euro"
Nun - ja, korrekt. Aber. Wann wurden diese 14 Milliarden an die Kliniken gelatzt? Dieses Geldtöpfchen bestand von März bis Mitte Juni 2020. Und hier tun sich mehrere Probleme auf. Erstens stand zum damaligen Zeitpunkt die Definition noch nicht, *was* exakt ein "Intensivbett" ist. Das ist schon längere Zeit davor von verschiedenen Stellen kritisiert worden, aber erst mit Corona wurde klar, daß man hier z. B. zwischen "Reservebett" und "Intensivbett" unterscheiden muß, daß man hier bestimmte Betten besser nicht mitrechnen sollte wie etwa die Kinderintensivbetten oder die Betten, in denen Patienten nach einer Herz-OP verräumt werden, oder Betten, die nicht binnen 60 Stunden betriebsbereit sind (inkl. Personal). Beispielsweise. Zweitens wußte man zum damaligen Zeitpunkt sehr wenig über das Virus, seine mittel- und langfristigen Auswirkungen, seine Vorlieben bezüglich Geschlecht, Alter, Blutgruppe, Haarfarbe, Religionszugehörigkeit, was weiß ich. "Intensivbett" bedeutet aber leider nicht nur "Feldliege aufschlagen, zwei Leute dranstellen, Patient rein", sondern das bedeutet auch technisches Gerät (medizinisches Gerät kann im Profi-Sektor extrem teuer sein), insofern sind über diese Gelder für die Intensivbetten auch sehr viele Dinge beschafft worden, die sich im Prinzip später als überflüssig herausgestellt haben. Bei der Einrichtung der Intensivbetten wurde also sehr viel Geld "verschleudert", auch nach bestem Wissen und Gewissen.
Unter diesen Gesichtspunkten: wurde von den Kliniken eine erhöhte Auslastung gemeldet? Nun, denkbar. Vielleicht sogar in einigen Bereichen wahrscheinlich. Aber das hängt unter anderem eben auch an Definitionsproblemen, an ziemlich viel Glaskugelei und nicht zuletzt am fehlenden Wissen, mit was man es denn überhaupt zu tun bekommen würde und demzufolge mit falschen Prioritäten bei der Anschaffung von Material. Man wird es verdammt schwer haben, einen schlüssigen Strick aus den Ereignissen zu drehen, auch wenn das Video das als so erwiesen darstellt.
Weiter natürlich: eine Reduzierung der Anzahl der gemeldeten Betten ist zum einen zurückzuführen auf eine jetzt vorhandene Definition von "intensiv-" und "Reservebett", darauf, daß man mittlerweile mehr über das Virus wußte - auch im Nachgang wurden einige Betten neu hinzugemeldet oder reduziert, weil das Know-How rund um das Virus entsprechend zunahm und sich Intensivstationen wappnen oder halt die Segel streichen konnten. Die Festlegung, was genau ein "Intensivbett" ist, hat die untauglichen Dinger aus der Statistik rausgekegelt, ohne daß auch nur ein einziges Intensivbett beiseite geschafft wurde. Der letzte mir bekannte Schritt in dieser Richtung ist das belegte Rausschmeißen der Kinderintensivbetten Anfang diesen Jahres. Und nicht zuletzt wurden Betten aus der Statistik genommen, die schlichtweg aufgrund von Personalmangel nicht mehr betrieben werden konnten (und können). Die Statistiken, die ab Min. 4:00 aufgefahren werden, berücksichtigen keinen dieser Aspekte. Stattdessen ...

ca. Min. 4:30
"eine künstliche Verknappung"

ca. Min. 4:40
"mußte auch deshalb abgebaut werden, weil immer mehr Pflegefachkräfte kündigen".
Ich hoffe, daß hier nur ein Hoppla passiert ist, auch wenn ich befürchte, daß das Hoppla weiter reicht. Die Leute auf der Intensivstation laufen offiziell unter "Gesundheits- und Krankenpfleger". "Pflegefachkräfte" finden sich meines Wissens vor allem in der ambulanten Pflege, sprich: auf Sozialstationen oder bei pflegebedürfigen Personen daheim, nicht unbedingt im Krankenhaus in der Nähe von Corona.
[...]

 

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