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8.12.19 MDR: TV-Ausstrahlung "Gundermann Revier" (Gundermann)

verfasst von Conny(R), 09.12.2019, 13:22

hallo ihr lieben, da ich in letzter zeit immer wieder seltsame diskussionen von "fans" erlebe, von denen ich mich eindeutig distanzieren möchte, müssen diese zeilen jetzt sein, auch zu dem Preis, dass ich mich wieder einmal unbeliebt mache, weil ihr euch eigentlich, bis auf den letzten beitrag, sehr zurück haltet.

auch ich finde, dass Grit ein besonders berührender und kluger Film über Gundermann und Hoyerswerda gelungen ist. Ich bin ihr sehr dankbar dafür. Trotzdem möchte ich bitten, fair zu bleiben. man kann einfach einen spielfilm nicht mit einem dokumentarfilm vergleichen. beide funktionieren völlig anders. ein dokumentarfilm kann sich an gundis klugen und originellen Gedanken orientieren. das macht dieser dokfilm auch. es sind aber gedanken und haltungen und nicht gelebtes leben. gundi ist z. B. nicht mit einer grünen armee losgezogen, sondern hat sich dieses bild als metapher für uns erdacht.

ein spielfilm muss leben in seinen widersprüchen abbilden, indem er eine geschichte erzählt, die nicht die "Fans" befriedigt, sondern überall emotional funktionieren kann.

grit konnte auch auf das "original", das mit Gundi immer stärker sein wird, zurück greifen und auf die vielen dokumentationen, die es schon gab. sie konnte auch viele verschiedene themen aufmachen. bei dieser fülle wäre ein spielfilm geplatzt. ein kluger und enger freund von gundi, der mir sehr aus dem herzen spricht, versteht die Stasi-Diskussion bei dem spielfilm überhaupt nicht, da für ihn die Stasi darin eine metapher ist, für hinfallen und wieder aufstehen. und darin war, neben gundis klugen philosophischen gedanken und bildern, die ja in seine lieder eingeflossen sind, seine stärke.

Glücklicherweise wird das außerhalb des "Fankreises" auch so gesehen. ich habe vor ein paar tagen den spielfilm in moskau präsentiert. für das durchweg junge publikum ist gundermann ihr "held". dort funktioniert genau das, was sich Andreas Dresen und Laila Stieler gewünscht haben.

und bitte vergesst auch nicht, ohne den spielfilm hätte Grit die möglichkeit zu dem dokumentarfilm nicht erhalten. andreas dresen und laila stieler haben 12 jahre für Gundermann gekämpft und die tür so weit geöffnet, dass grit einen wirklich sehr freien dokumentarfilm entstehen lassen konnte.

die produktionsfirma "inselfilm" hat erreicht, dass der dokumentarfilm noch ein wenig in programmkinos gezeigt werden kann. z. B. am 16. und 17.12. im Kino Babylon, am 13. und 14.12. im FSK und am 18.12. im Kino Acud. alles leider berlin. weitere termine kenne ich nicht, aber vielleicht könnt ihr sie erfragen und auf eurer seite veröffentlichen? nur so könnt ihr zu einer gewissen verbreitung des dokfilmes, was auch ich für sehr wichtig halte, beitragen.

liebe grüße conny

 

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