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Christine(R)

30.11.2025, 16:18
 

Manfred Maurenbrecher in der Melchinger Konzertküche (Musik)

Mitten im Konzert hatte ich das Gefühl, jetzt muß mich mal einer zwicken, damit ich merke, dass ich nicht träume. Da sitzt hier wirklich Manfred Maurenbrecher höchstpersönlich bei uns in der Melchinger Küche am Piano. Knapp zwei Dutzend Gäste lauschen gebannt, ein hochmotiviertes maximal sensibles Publikum, das sehr gut zuhören kann und den renommierten Liedermacher und Autor zu schätzen weiß.

Der Musiker, von dem man eher in Profikreisen hochachtungsvoll weiß, dass er fünf Platten bei CBS gemacht hat (!), kommt umweltbewußt mit dem Zug. Er brachte viele Songs von seiner neuen CD „Vielleicht vielleichter“ mit und hat ein sorgsam austariertes Programm auf Lager, das geliebte und vertraute Lieder aus vergangenen Jahren mit den neuen Liedern (auch wieder prämiert mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik) und mit gerade entstandenen Liedern wunderschön verwebt.

Ein kleiner Gruß ging am Anfang des 2. Küchenkonzerts an anwesende Gäste, an den renommierten Gönninger Liedermacher Thomas Felder, an den Gründer des Theater Lindenhofs Bernhard Hurm und an den Undinger Musiker Wolfram Karrer, der sich aktuell mit der Randgruppencombo auf die neuen Tübinger Gundermann-Konzerte vorbereitet. Kurz gedacht wurde auch an die Hoyschrecke, den großen Liederwettbewerb in Hoyerswerda, der zeitgleich vom Vereins-„Fliedertee-Radio“ live übertragen wurde. Ein großes Dankeschön galt Anne und Heiner Kondschak, da das anwesende Piano und die Lautsprecher einst das Eigentum des Tübinger Theaterregisseurs waren, und nun dafür sorgen, dass in der Konzertküche in Melchingen Musik auf dem Klavier für ein großes Publikum gemacht werden kann. Und ein kleines Dankeschön ging an die Melchinger Freunde, die tatkräftig mithalfen, dass das alles möglich werden kann. Eine kurze aber stimmungsvolle und wunderschöne Kostprobe seiner Kunst gab der Genfer Musiker George Leitenberger gleich ganz zu Anfang mit seinem Lied „Glück und Mut“. Und die machte wirklich Appetit auf mehr, Fortsetzung folgt!!

Alles, was einem bei den Mitmenschen gerade Angst macht, das kann Manfred in Lieder bannen und mit scharfem Verstand sezieren, aber gleichzeitig schafft er es auch wunderbar, über sich selbst zu schmunzeln. „Komisch“ geworden sind manche - eine sagt immer wieder, dass man nicht mehr sagen kann, was man denkt … Tröstlich aber dagegen sind die liebevoll-romantischen Lieder wie das „Hafencafé“, das Ulla Meinecke einst coverte oder „Ein neuer Tag“, zu dem jetzt gerade erst die Musik entstand. Ach - besser Lieder schreiben geht einfach nicht. Für Liebesgeschichten hat Manfred ein ganz besonderes Gespür, wie man spätestens seit dem Roman „Grünmantel“ weiß. Und er kann grandios Geschichten erzählen, nicht nur im Roman, sondern es ist auch immer wieder von neuem eine große Freude, ihn live seine Zwischentexte erzählen zu hören.

Dass Manfred uns den Wunsch mitgab, dass die Musik in der Konzertküche eine jahrzehntelange Tradition wird, hat nochmal Mut gemacht. Hab ich wohl doch nicht geträumt, dass er hier war und unser theatererprobtes Publikum berührte und verzauberte. Besser hätte ein Start nicht sein können, als Unterstützung von einem solchen Vollprofi, der auch nicht nur einen Millimeter in die Routine abgleitet, zu bekommen. Bei Bratäpfeln, Kuchen und Adventsplätzchen feierten wir den nächtlichen Übergang in den 1. Advent und freuen uns jetzt auf die energiegeladene Musikakrobatin Johanna Zeul, die am 29.3.26 in der Konzertküche auftreten wird.

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