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Nachschau 70 Jahre Gundermann
Am 21.02.2025 wäre Gundi
siebzig Jahre alt geworden.
Irgendwie unvorstellbar, aber dennoch ein Grund zum Feiern.
Dazu hatte die Kufa gleich vier Tage Feierlichkeiten auf die Beine
gestellt.
Schon am 20.02.25 gab es eine kurzweilige Gesprächsrunde mit
Grit Lemke und einigen Feuersteinen. Conny Gundermann und Elke Förster
berichteten von den Anfängen, als Gundi noch in der zweiten Reihe des
einstigen Singeklubs stand und erst später zum Frontmann wurde. Es gab
Anekdoten über die „Westreisen“ der Feuersteine und Pille sprach über
gemeinsame Proben mit Gundi nach 1990 bei Rio Reiser in Fresenhagen.
Hier konnten selbst die absoluten Insider noch Neues erfahren.
Am Freitag, den 21.02.25, feierte der Bürgerchor Hoyerswerda
um André Bischof den siebzigsten Geburtstag und sein zehnjähriges
Bestehen mit einem Programm über Männer, Frauen und Raketen. Fünfzig
einheitlich rot-schwarz gekleidete Chorsänger und Sängerinnen standen
gemeinsam auf der Bühne und rückten das Thema Krieg und Frieden in den
Mittelpunkt. Höhepunkt und Gänsehautmoment dabei Gundis Version des
John-Lennon-Klassikers „Imagine“.
Für das Café-Konzert am Sonnabend, unser Veranstaltungsteil
des Wochenendes, hatten wir uns für unseren alten Freund Paul Bartsch
entschieden, der mit seinen Inhalten und seiner ganz eigenen, klugen
und nachdenklichen Poesie so gut zu Gundi passt. Im Trio mit Tommy
Fahnert und Sander Lueken absolut hörenswert.
Am Abend ging es dann wieder in den Saal. Das musste auch
sein, denn selbst der war proppenvoll. Im ersten Teil stellte
Regisseurin Grit Lemke in einer Neuinszenierung „Space Shuttle –
Liebestraum im Weltenraum“ vor, ein Gundermann-Stück aus dem Jahre
1981, in dem Mitglieder der Brigade Feuerstein, der Liedgefährten und
der Kulturfabrik-Theatergruppe auftraten. Als Bonusprogramm sangen die
Liedgefährten dann einige beliebte Gundi-Songs, interessant dabei eine
rhythmisch-rockige Version des ansonsten melancholischen „Keine Zeit
mehr“.
Kurze Umbaupause, und Shanty Peter & die
Badweihermatrosengewerkschaftskapelle aus dem Schwarzwald rockten die
Bühne bis spät in die Nacht. Zu ihrem Repertoire gehören deftige
Shanties und britisch-irische Arbeiterlieder, teilweise a capella im
Publikum gesungen oder kraftvoll auf der Bühne mit Akkordeon,
Teufelsgeige, Cajon, Flöten und Kontrabass gespielt. Dazu zahlreiche
Gundermann-Lieder in Deutsch und teilweise auch in italienisch – denn
Andrea, Sänger der Band, kommt aus Italien. Sein Vater war selbst
Bergarbeiter wie Gundi. Seine Interpretationen von „Vater“ und „Hier
bin ich geborn“ begeisterten das Publikum besonders.
Am Sonntag, den 23.02.25 gab es dann die lang ersehnte
Premiere vom Märchen von der kleinen Malwina. Unter der Leitung von
Altfeuersteinin Elke Förster inszenierten Schüler der Musikschule
Bischof aus Hoyerswerda das Stück nochmal neu. Mit dabei war auch
Wespe, ebenfalls alter Feuerstein, der gleich in drei Rollen zu sehen
war. Auch hier war der Saal gut gefüllt, und als Erwachsener kam man
manchmal aus dem Staunen, wie unsere Kinder die böse Hexe Alphazalpha
zu bestrafen vorschlugen, nicht mehr raus. Das ist allerdings etwas,
was sich seit vierzig Jahren wohl kaum geändert hat.
Weitere Aufführungen sind geplant! Und bis zum 31.03.25 lief dazu
noch die Crowdfundingaktion auf https://www.99funken.de/die-geschichte-von-der-kleinen. 103 Prozent der Fundingschwelle sind geschafft, also kann die Malwina ein bisschen durch
die Lande ziehen. Zu wünschen ist das allemal.
Es waren insgesamt vier volle, tolle Tage, die man so schnell
nicht vergessen wird, wie wir zu hoffen wagen.
Unser allerherzlichster Dank gilt der Kufa und allen Mitwirkenden -
Vereinsmitglieder, Künstler, Gäste…
(unter Verwendung von Auszügen aus Hoyerswerda feiert Gundermann, von Reinhard „Pfeffi“ Ständer, erschienen im FOLKER)