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Leitenberger nimmt Gundi mit in den französischen Sprachraum (Gundermann)

verfasst von Christine(R), 05.06.2018, 16:26

George liebt die Spaziergänge über die Sprachgrenzen hinweg wie andere das Wandern im Schwarzwald. „Musikalischer Weltbürger zwischen links und Liebe“ hat ihn mal die Presse genannt. Der Liedermacher ist tatsächlich ein Kosmopolit, singt in Französisch, Deutsch und Englisch. Er ist in Frankreich aufgewachsen, hat aber auch in Berlin, im Remstal und in London gelebt, wohnt jetzt schon seit Jahren am Genfer See. Seine Musik sei facettenreich, sagt man über ihn, vereint viele Stilrichtungen. Über eine seiner CDs hat mal jemand behauptet: „…schon hat man so ein Freiheitsgefühl, als ob man den Kopf aus dem Beifahrerfenster des Autos streckt und sich mit geschlossenen Augen den Fahrtwind durch die Haare wehen lässt“. Der Rolling Stone urteilte begeistert: „Formidabel. Leise Töne mit Charme und Tiefgang“.
Die Fans von Johan Meijer kennen George Leitenberger von Johans letzter CD, auf der Johan Georges „Nebenan“ singt, ein Lied über die Menschen, die von „weit, weit her kommen, eigentlich von nebenan“ und nichts wollen, was wir nicht auch wollen…- und wie weit weg nebenan sein kann!
George Leitenberger weiß, wie es ist, wenn es im Leben richtig schwierig wird, hat sich nämlich jahrelang von einem schweren Fahrradunfall erholen und kämpfen müssen, daß seine Hände wieder sicher die Saiten greifen können. Jetzt hat er seither schon wieder zwei CDs herausgegeben, die Letzte jetzt im Frühjahr. „Raw love“ heißt sie, und auf ihr singt und spielt George zusammen mit Roddy McKinnon aus Glasgow, den er in Genf in einer Künstlerkolonie kennengelernt hat. Produzent der CD ist der Gundermann-Verehrer Andreas Albrecht, der öfter auch mit Manfred Maurenbrecher zusammen auftritt. „Ziel war ein Singer/Songwriter-Album mit einem Sound, wie er sonst eher auf Jazz-Labels wie Blue Note oder Verve in den späten 1950er-Jahren zu hören ist: Ungeschminkt, mit einem absoluten Minimum an plug-ins, inklusive Verspieler und kleiner Versinger“, schreibt Leitenberger über „Raw low“. Hoffentlich hat er ein paar Ausgaben von Raw love“ mit im Koffer, wenn er in die Lausitz reist. Seinen Hund jedenfalls bringt er mit!
Noch eine schön-traurige Geschichte über George? Auf einem Flohmarkt hat er mal eine alte Kamera aus dem 1. Weltkrieg gekauft. Darin fand sich ein alter Film, den er entwickeln ließ. Er zeigte Aufnahmen von Soldaten und Gräben, vom Stellungskrieg und Granattrichtern. Versteht sich von selbst, daß George aus dieser Geschichte ein Lied machte…

Auch George Leitenberger zeigen wir Euch bei Balcony TV.
https://www.youtube.com/watch?v=rNPvtJ4fmLU


Und hier ein Lied über den Nachtbus: https://www.youtube.com/watch?v=rrTF75APewA

 

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