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wmeyer(R)

03.03.2018, 02:19
 

DLF: Computerspionage - mal sachlich erläutert (Gesellschaft)

Hallo,

im Moment sind die Medien voll von Informationen, Spekulationen und Behauptungen über die Angriffe auf die Regierungsrechner.

Auf der Webseite des Deutschlandfunk Kultur fand ich einen Beitrag, den ich als sachlich empfinde.

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02.03.2018, Deutschlandfunk Kultur
Hackerangriffe auf Ministerien
"Die Vorfälle haben eher Ähnlichkeit mit Einbrüchen"
Matthias Schulze im Gespräch mit Liane von Billerbeck

Der Cyberexperte Matthias Schulze fordert nach den Hackerangriffen auf die Bundesregierung mehr Vorsicht bei der militarisierten Sprache. Es gehe nicht um Cyberkriege, sondern um normale Spionagetätigkeit, und er warnt vor zu viel Dramatisierung.

"Ich würde auch da zunächst rhetorisch etwas abrüsten und zu etwas mehr Gelassenheit tendieren", sagt der Politologe Martin Schulze im Deutschlandfunk Kultur zu den jüngsten Hackerangriffen auf zwei Bundesministerien. Der Fachmann für Cybersicherheit bei der Berliner Denkfabrik Stiftung Wissenschaft und Politik kritisierte auch die sehr militarisierte Sprache, mit der über den Vorfall berichtet werde.

"Wir reden über Angriffe, wir reden über Cyberkriege, und das klingt immer so, als ob irgendwo etwas kaputt geht und Dinge explodieren, so ein bisschen wie im Film", sagt er. Das habe mit der Realität meistens eher wenig zu tun. "Die Vorfälle, die wir hier sehen, haben eher Ähnlichkeit mit Einbrüchen und eben normaler Spionagetätigkeit."

In der Regel gehe auch nichts kaputt, sondern es würden Daten abgegriffen, die zu verschiedenen Zwecken benutzt werden könnten, zum Beispiel, um sich bei internationalen Verhandlungen politische Vorteile zu verschaffen. Mitunter könne man solche geklauten Daten auch dazu nutzen, um Gegner zu diskreditieren.

Das habe man in den USA gesehen, als die E-Mails von Hillary Clinton geleakt worden seien. "Wie gefährlich am Ende des Tages die eventuell – das wissen wir auch noch nicht so genau – abgezogenen Informationen sind, das können auch nur die Behörden beantworten", sagte er über die Berliner Geschehnisse.

Allerdings sei der Vorfall eher ein kleiner und es habe schon viel größere Datenlecks gegeben. "Im vergangenen Jahr wurde eine der Steueragenturen in den USA gehackt und Steuernummern von Nutzern sozusagen geleakt, und das ist eine Nummer höher als das, was wir hier gerade erleben", sagte der Cyberexperte. (deutschlandfunkkultur.de)

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Das ganze Gespräch zum Nachlesen oder -hören findet Ihr hier:
http://www.deutschlandfunkkultur.de...8.de.html?dram:article_id=412048

Ich meine, es lohnt sich.

Mit Gruß
Wolfgang

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Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.
(Hanlons Rasiermesser)

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