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wmeyer(R)

12.05.2017, 00:28
 

DLF 13. + 20.5.17: "Horchposten 1941 - ja slyshu wojnu" (Infos)

Hallo,

am vergangenen Wochenende hatte ich das Glück, wieder mal ein Wenzel-Konzert erleben zu können. Wie bei Gundi sind es auch die sogenannten Zwischentexte, die einen großen Anteil des geistigen Genusses ausmachen.

Ich habe mir leider viel zu wenig merken können. Wenzel sprach (nach meiner Erinnerung) u. a. davon, daß die Bestimmer einerseits versuchen, den Krieg aus unserem Bewußtsein zu löschen. Andererseits tun sie einiges dafür, daß wir für einen neuen bereit werden, z. B. indem "die Russen" wieder als lückenloses Feindbild aufgebaut werden.

Unter diesem Aspekt ist extra lobenswert, daß der Deutschlandfunk sich geschichtsbewußt zeigt und das Radio-Feature "Horchposten 1941 - ja slyshu wojnu" produzierte (mit Partnern).

Am vergangenen Dienstag lief eine Einführung:

Di, 9. Mai 2017, 20:10-21:00 Uhr, Deutschlandfunk
- Hörspielmagazin Extra
An meinen fernen Freund
Ein deutsch-russischer Erinnerungsstreifzug mit dem "Horchposten 1941"
Von Sophie Garke

Der „Horchposten 1941“. Das ist ein deutsch-russisches Dialog-Projekt zum Zweiten Weltkrieg, es ist eine interaktive Audioinstallation, und ein zweiteiliges Hörspiel. Russische und deutsche Sprecher haben Zeitdokumenten und Tagebucheinträgen ihre Stimme gegeben: Der Leningrader Blockade, bei der fast eine Millionen Menschen von der Wehrmacht zu Tode gehungert wurden; aber auch deutschen und russischen Soldaten, Befehlshaber und Zivilisten.

„Die Erinnerung ist unabgeschlossen ...“ sagt die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann. Weil es wichtig ist, den stetigen Wandel dieser Erinnerung zu gestalten, haben über zweieinhalb Jahre lang Deutsche und Russen an dem Projekt „Horchposten 1941“ gemeinsam gearbeitet. Hier kommen sie nun selbst zu Wort. Streifzüge durch Moskau und Sankt Petersburg - dem ehemaligen Leningrad - und über das knarzende Parkett im deutsch-russischen Museum in Berlin Karlshorst. In der Nacht vom 08. auf den 09. Mai 1945 ereignete sich genau auf diesem Parkett die bedingungslose Kapitulation Nazi-Deutschlands und das ekstatische Fest der Sieger. (deutschlandfunk.de)

Herunterladen/Hören:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/...d_dlf_20170509_2010_cc8d03dd.mp3

Siehe auch:
http://www.deutschlandfunk.de/hoers...8.de.html?dram:article_id=384115

"Die Erinnerung ist unabgeschlossen..." Aleida Assmann im Gespräch:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/...m_dlf_20170513_2100_7db4b7dd.mp3

Trailer für "Horchposten 1941 - ja slyshu wojnu":
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/...1_dlf_20170509_2012_40a0ca53.mp3


Fortsetzung folgt ...

---
Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.
(Hanlons Rasiermesser)

wmeyer(R)

12.05.2017, 00:32

@ wmeyer

DLF 13. + 20.5.17: "Horchposten 1941 - ja slyshu wojnu"

Das eigentliche Hörspiel nun an den beiden kommenden Sonnabenden:

Sa, 13. Mai 2017, 20:05-22:00 Uhr, Deutschlandfunk
- Hörspiel
Horchposten 1941 ja slyshu wojnu
Teil 1: Die Blockade
Von Jochen Langner und Andreas von Westphalen
Aus dem Russischen von Mikhail Evstiougov-Babaev
Regie: die Autoren
Dramaturgie: Sabine Küchler
Produktion: Dlf/WDR/Radio Echo Moskau 2017
Länge: ca. 55'
(Ursendung)

Das zweiteilige, deutsch-russische Hörspiel "Horchposten 1941 ja slyshu wojnu" thematisiert mithilfe von authentischen russischen und deutschen Texten den Ostfeldzug des Zweiten Weltkriegs. Im Zentrum der vielstimmigen akustischen Collage steht die Blockade Leningrads.

Während der 900 Tage währenden deutschen Belagerung fanden etwa eine Million Leningrader den Tod. Briefe, Tagebücher und Dokumente lassen Erfahrungen und Erlebnisse von Menschen in und außerhalb Leningrads lebendig werden. Erzählt wird von Zivilisten und Soldaten, von Opfern und Tätern, Deutschen und Sowjets zwischen den Fronten von Nationalsozialismus und Stalinismus. Deutsche und russische Schauspieler geben dem Dialog, dem Zuhören und Verstehen der verschiedenen Erinnerungen, Kulturen und Generationen ihre Stimme. Es geht dabei auch um die Entdeckung des Anderen, um die eigene Identität und Verantwortung im Erinnern dieses Krieges. (deutschlandfunk.de)

Siehe auch:
http://www.deutschlandfunk.de/ursen...8.de.html?dram:article_id=384119


Sa, 20. Mai 2017, 20:05-22:00 Uhr, Deutschlandfunk
- Hörspiel
Horchposten 1941 ja slyshu wojnu
Teil 2: Der Marsch
Von Jochen Langner und Andreas von Westphalen
Aus dem Russischen von Mikhail Evstiougov-Babaev
Regie: die Autoren
Dramaturgie: Sabine Küchler
Produktion: Dlf/WDR/Radio Echo Moskau 2017
Länge: ca. 55'
(Ursendung)

Das Hörspiel ist Teil eines deutsch-russischen Dialogprojekts, in dem die Autoren gemeinsam mit Sabine Küchler, Hörspielredakteurin beim Deutschlandfunk, und Sergej Buntman, Chefredakteur von Radio Echo Moskau, das Konzept für diese polyperspektivische Erzählung erarbeitet haben. Namhafte russische und deutsche Historiker haben die Textrecherche begleitet, um zu gewährleisten, dass die russische Sicht des Zweiten Weltkrieges ebenso präsent ist wie die deutsche. Der Dialog der Menschen in Russland und Deutschland heute steht im Fokus des Hörspiels, ein Dialog, der Geschichte durch Geschichten erfahrbar macht und die Krisen und Herausforderungen der Gegenwart zu verstehen hilft. Ergänzt wird das Projekt durch eine interaktive Klanginstallation, in der der Chor der Zeugen und Dokumente innerhalb eines begehbaren Erinnerungsraumes erfahrbar wird. Die Präsentation der Klanginstallation findet 2017 in einer Reihe von russischen und deutschen Partnerstädten statt. (deutschlandfunk.de)

Siehe auch:
http://www.deutschlandfunk.de/ursen...8.de.html?dram:article_id=384132

Erhellende Stunden wünscht
Wolfgang

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Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.
(Hanlons Rasiermesser)

Christine(R)

13.05.2017, 16:06

@ wmeyer

DLF 13. + 20.5.17: "Horchposten 1941 - ja slyshu wojnu"

»
Ein Wenzel-Konzert ist ein ganz großes Erlebnis! Ich finde, das braucht man
mindestens einmal im Jahr wie die Luft zum Atmen. Ich finde auch, daß
Gundi und er so manches gemeinsam haben. Jedenfalls habe ich den Eindruck,
wenn ich eines der Wenzel- Konzerte miterlebe, bekomme ich eine ganz gute Idee,
wie Gundis Konzerte gewesen sein könnten. Danke für die Links!

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