Kulturbesuch in Berlin

Gundermannparty
"noch ist der Bogen gespannt"
9. Okt. 2010; Pfefferberg

Ein Rückblick von Norbert Schneider

Für mich begann die Gundermannparty und mein Kulturbesuch in Berlin bei Sabine und Lutz. Im Nachhinein stellte sich dies als Glücksfall heraus, denn wir vereinbarten ein Tauschgeschäft, in dessen Ergebnis dieser kleine Bericht hier zustande kam. Leider "verhandelten" wir erst hinterher, so dass ich mir keine Notizen gemacht habe und mich nun auf mein Gedächtnis verlassen muss.

Für mich als immer relativ weit Anreisenden im Gundermannverein (komme aus Thüringen) war die Gundermannparty ein besonderes Kulturereignis. Ich bekomme in der Regel nichts von den Vorbereitungen eines solchen Events mit, und es ist doch erstaunlich, mit welch kleiner Anzahl von Vereinsmitgliedern so ein Ereignis organisiert und durchgeführt wird.

Die Anspannung aller an der Vorbereitung Beteiligten war groß. Würde der Name Gundermann auch dieses Jahr sein Publikum finden? Nervosität war zu spüren, schließlich sind neben den Anstrengungen auch etliche Kosten entstanden. So war auch ich gespannt, ob sich der Aufwand für die Party gelohnt haben würde.

Ab 15.00 Uhr wurde der "Pfefferberg" ein- oder umgeräumt und ausgestaltet. Exakt 18.51 Uhr wollten die ersten Gäste eingelassen werden, und wir haben ihren Wunsch erfüllt, obwohl es erst 19.00 Uhr losgehen sollte. Der Saal füllte sich schnell, so dass wir sogar noch zusätzliche Stühle hereinräumen mußten. Der Besucherandrang war größer als gedacht. Viele Informationen wurden nachgefragt. Es gab etliche Gespräche, und die ausgelegten Kopien waren zum Schluß der Veranstaltung fast alle vergriffen.

Pünktlich 20.00 Uhr eröffnete Jörg Bogadtke die Party und gab das Motto aus: "noch ist der Bogen gespannt". Er spielte auch zwei Lieder von Gundi und führte dann durch das Programm. Jörg stellte ausführlich unseren Verein vor und warb dafür, sich mit Ideen einzubringen, damit das Erbe von "Gundi" erhalten bleiben kann.

Dann folgte ein Video eines Interviews mit Conny und Gerhard Gundermann aus 1990. Es bildete den Übergang zum ersten Konzertteil des Abends: Carmen Orlet und Ingo "Hugo" Dietrich mit ihren "Frühen Liedern". Sie mit einer klaren wunderschönen Stimme, die mir sehr gefallen hat, und er als ihr Begleiter an der Gitarre ebenfalls sehr ausdrucksstark. Die Texte waren teils sehr poetisch mit teilweise überraschendem Schluß. Das Publikum hatten sie schnell in ihren Bann gezogen und mich auch. Für mich war das Duo eine echte Entdeckung und ich empfehle sie weiter.

Als "unmusikalischer" Part im Programm kam Andreas "Spider" Krenzke zu Wort. Wäre durchaus interessant gewesen, wenn auch er angefangen hätte zu singen. Er blieb aber bei seinen guten Texten. Ein extra Könner an skurrilen Ideen, die er in seine Texte packte. Ich erinnere mich an den Text über den Kosmonauten in der DDR und über HartzIV. Auch sein Vortragsstil hat mir gut gefallen. Er bekam seinen verdienten Beifall und brachte auch noch eine Zugabe. Einfach Super.

Nach der Umbau- und Umräumpause begann dann die Kapelle 1417 aus Braunschweig mit ihrem Konzert. Mir sind besonders die Solos in Erinnerung geblieben. Da ganz besonders "Vater". Auch die Texte zwischen den Liedern waren eine Bereicherung des Programms. Das Publikum kam zwar langsam ins Tanzen, aber dafür hielt dies lange an. Nach einer Pause ging es mit Zugaben bis 0.15 Uhr weiter. Der Saal war bis zum Schluß immer noch gut gefüllt.

Als "Ehrengäste" sind auf jeden Fall Conny und Linda Gundermann zu erwähnen. Auch sollen Promis aus der Politik gesichtet worden sein.

Fazit: Dem Publikum hat die Party gefallen und der Zuspruch war gut, viel mehr Menschen passten auch in den nicht übergroßen Saal herein. Also eine gelungene Party und nochmals ein Dankeschön an alle im Verein, die das ermöglicht haben.


siehe auch:
Programm
Künstlerecho


h13

plakat

jb

od

od

ak

ak

cod

k1417

k1417

weiter zur Galerie
letzte Änderung: 2010-11-02T00:21+0100