Konzert mit Bernd Nitzsche & Uta Popp

Bernd Nitzsche spielte Gundermann in Weimar am 23.11.2006

„In Gundis Geburtsstadt Weimar müsste doch mal was zu machen sein und eine Szene für seine  ansprechenden Lieder ist dort alle male vorhanden!“ So gingen Vereinsmitglieder und Sympathisanten der Gundermann`s Seilschaft e.V. ans Werk, um in Gundis Heimatstadt ein kleines Konzert auf die Beine zu stellen. Die Kulturstätte MonAmi sagte sofort auf eine entsprechende Anfrage zu und die vertraglichen Regelungen waren schnell getroffen. Leider konnte kein Wochenendtermin in der Kürze der Zeit gefunden werden, so musste das Konzert an einem Donnerstag stattfinden. Bernd entschied sich deshalb auch für den kleinen Saal, hoffend, dass er sich füllt, damit eine ansprechende Atmosphäre für die doch eher ruhigen Lieder entsteht, die er bei solchen Anlässen vorrangig spielt.
Kurz vor dem Konzerttermin sagte auch noch Uta Popp ihr Kommen zu, was für einen wesentlich besseren musikalischen Rahmen sorgte. 

Da sich der Saal nur schleppend füllte, begannen die Musiker erst gegen 21.30 Uhr  mit älteren unbekannten Liedern Gundermanns das Publikum mit in die Lausitzer Vergangenheit zu nehmen. Aber es verging ab da keine halbe Stunde mehr, dann war der Saal gefüllt und Stühle mussten zusätzlich durch den Veranstalter herbeigeschafft werden. Bis zur Pause spielten Bernd und Uta ausschließlich die „alten“ Stücke von den „Feuersteinen“, „Dampflock“, „Regenmachern“, sowie Gundis ganz leisen Sololieder. Die Stimmung war hervorragend, nicht zuletzt deshalb, weil doch einige Zuschauer erstaunt waren, dass hier Lieder dargeboten wurden, die sie vorher noch nie gehört hatten. Der Applaus zur Pause und der bis zum letzten Platz gefüllte Raum waren das beste Indiz dafür: Die Beiden hatten ihr Publikum eingenommen. Selbst der Veranstalter war erstaunt, dass sich an einem Wochentag ungewöhnlich viele Gäste in das MonAmi bemühten, trotz dem weder Bernd Nitzsche, noch die F-Band in Weimar sehr bekannt sind.
So verlief dann auch die Pause in einer entspannten  Atmosphäre. Die Gespräche rankten sich nun um den bekannten Liedermacher, um Hoywoy, die Kohle, die Lausitz. Alte Studienbegebenheiten von damaligen Cottbusser Studenten lebten wieder auf. Ebenso die Erinnerungen an manches dort stattgefundene Solokonzert von Gerhard Gundermann.
Und diese Erinnerungen führten letztlich dazu, dass sich die Leute nicht mehr fremd waren, es zog sich ein „roter Faden“ durch den Raum, der die Anwesenden miteinander verband.

Im zweiten Teil des Konzerts kamen aber dann doch die eher bekannten und unvergessenen Songs zum Vortrag. Ob nun „Soll sein“, oder „So wird es Tag“, “Nach Haus“ oder „Die Schwarze Galeere“, die Stimmung war hervorragend und nachdem die Musiker sich vom Publikum verabschiedet hatten, riss der Applaus nicht ab, so dass noch zwei lange Zugaben folgten.  
Zuschauer und Künstler waren sich einig und es bleibt zu hoffen, auch die Veranstalter sehen es so, ein solches Erlebnis müsste im kommenden Jahr wiederholt werden! Sinnvollerweise dann an einem Wochenende und das verspricht mit Sicherheit weit mehr Gäste, als die gut 50, die an diesem Abend gekommen waren.

Thomas Bachmann  

letzte Änderung: 2008-12-17T13:28+0100