Walpernhain vom 10. - 12.11.2006

Walpernhainer Party war ein Erfolg

Vom 10.-12.11.06 fand ein kleines Vereinswochenende in Walpernhain statt. Am Freitag sollte das Wochenende mit einem Leseabend starten, der aber aufgrund mangelnder Beteiligung kurzfristig abgesagt werden musste. So saßen die Angereisten in geselliger Runde zusammen, redete viel über persönliche Sachen und die Dinge, die unsere Welt bewegen.

Am Samstag wurde dann intensiv der Abend vorbereitet. Es mussten Speisen zubereitet, letzte kleine Handgriffe an der Fotosausstellung erfolgen, die Musiker brachten ihre Instrumente auf Vordermann und dann reisten zwischendurch immer wieder Leute an, die einen Schlafplatz brauchten und ein wenig Freizeit sollte auch nicht zu kurz kommen. Gegen Abend war dann alles geschafft und es konnte zur Geselligkeit übergegangen werden. Schade war nur, das Bernd Nitzsche aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen musste, so dass in das Abendprogramm eine nicht unbedeutende Lücke gerissen wurde. Dank Gunnar Bittersmann, Micha Worf, Andreas Martin und Andre Bachmann, konnte diese jedoch geschlossen werden. Vielen Dank nochmals an alle, die hier in die Presche gesprungen sind und den Abend durch ihr Engagement gerettet haben.
Die Zeit des Essens wurde von den Gästen genutzt, um sich teilweise erstmalig bekannt zu machen, bzw. alte Bekannte wieder zu begrüßen.

Wie in der Einladung angekündigt, war eine kleine Fotoausstellung „Blühende Landschaften“ von Andrea Neumann der Start in den Abend. Andrea hatte sich fast ein Jahr lang intensiv mit der Industrieruine des VEB Novotex, Werk III in Berga fotographisch beschäftigt. Die Stimmung die da herrscht, dazu die Wechselwirkung zwischen industriellen Zerfall und Renaturierung, forderten auch mich heraus, ein paar Texte zu den Befindlichkeiten zu schreiben, die mich in diesem alten Werk unwillkürlich einholten, immerhin bin ich doch selbst 11 Jahre im sozialistischen Großbetrieb gereift. Bilder und Text wurden, sich gegenseitig bedingend, neben- oder untereinander platziert. Andrea, die selbst als Kind in einer solchen Fabrik wohnte, aber nie dort arbeitete, hat hierzu natürlich ganz andere Erinnerungen und Stimmungen in sich angesammelt, als ich sie nachvollziehen kann. Deshalb blieb es nicht aus, dass es auch zum Thema einige Kontroversen im Vorfeld zwischen uns gab, die wir aber im Kompromiss lösen konnten. Ihre Eröffnungsrede nutzte sie, um genau das auszudrücken, was sie seit ihrer Kindheit mit speziell dieser Industriegeschichte verbindet. Andreas spielte im Anschluss noch ein paar Lieder, die den Texten zur Ausstellung entnommen waren, bzw. auch das Einführungslied dazu.    

Nach einer kurzen Pause des Bilderansehens und des Eindruckverschaffens wurde nun der musikalische Teil des Abends eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt war die Scheune schon mit gut 50 Leuten gefüllt, mehr als erwartet, was mich natürlich sehr freute. Gunnar und Andreas versuchten sich, erstmalig im Duo zusammenspielend, an ein paar Gundermannliedern, aber dabei blieb es nicht. Als Andre dann das Schlagzeug belagerte, wurde Querbeet gespielt was gefiel, oder gewünscht wurde. Später gesellte sich noch unser relativ neues Mitglied, Micha Worf aus Weimar dazu und rundete die  Sache mit einer genialen E-Gitarrenbegleitung ab. Die Atmosphäre war richtig toll und den Gästen gefiel es sehr gut. Als Gunnar dann noch einige Soloeinlagen brachte, selbstgeschriebene Songs voller Satire, wurde die Stimmung noch mal richtig angeheizt und die hielt dann auch bis tief in die Nacht hinein.

Das war das zweite Treffen dieser Art in Walpernhain, verbunden mit einer Verdoppelung der Gäste zum Treffen in 2005. Mich hat es gefreut und ich wünsche mir, dass es beim nächsten Mal noch ein paar mehr Vereinsmitglieder werden. Auf alle Fälle haben sich hier Micha, Andreas, Andre und Dirk gefunden, die jetzt fleißig zusammen üben und ganz bestimmt zum kommenden Treffen hier einen festen Platz haben werden. Und auch Bernd hat bedauert, dass etwas bei ihm dazwischenkam und er möchte das nächste Mal auf alle Fälle wieder dabei sein. Also insofern sind das doch schon mal gute Aussichten.

Ich bedanke mich hiermit nochmals bei allen für ihr Kommen, für ihre Unterstützung, musikalisch oder einfach nur beim Anfassen für die tausend kleinen Dinge und wünsche uns allen auch das nächste Mal, ein gutes Gelingen in einer so tollen Atmosphäre wie im November 2006.

Thomas Bachmann

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letzte Änderung: 2008-12-17T13:28+0100