Erlebnisbericht

von Flora

Liebe Seilschafter,
das diesjährige, insgesamt schon 7te Vereinstreffen ist nun schon Wochen her, und wir können wohl alle sagen, dass es eines der schönsten war.

Am Freitagabend haben wir uns endlich einmal die Zeit genommen, miteinander zu reden, zu singen, zu grillen und am Lagerfeuer zu sitzen. Geplant war dieser Abend als „Peña“ mit selbstgemachtem Kulturprogramm, bei dem jeder auch die Möglichkeit hatte, zur Gitarre zu greifen – und davon wurde zu später Stunde auch ausgiebig Gebrauch gemacht. Davor gaben die Vereinsmitglieder Ulrike Wagner (in Begleitung von Irene Großmann), Jörg Bogadtke, Claudia Gorr, Uwe Tischer, Gunnar Bittersmann und Bernd Nitzsche eigene und Gundi-Lieder zum Besten. Bernd Rump griff auch zur Gitarre und sang gemeinsam mit Bernd Nitzsche, aber auch einige Lieder solo. Die Idee, weniger Programmpunkte beim Vereinstreffen zu planen und sich mehr Zeit für einander zu nehmen, hat sich bewährt, so dass wir diese Peña auf jeden Fall zur Tradition werden lassen sollten. Es wäre schön, wenn gerade der veränderte Charakter des Eröffnungsabends, also die Gelegenheit zu Gesprächen und gemeinsamen kennen lernen, im kommenden Jahr mehr Mitglieder zur Teilnahme anregen würde.

Am Sonnabend fand wie immer die Mitgliederversammlung statt. Wir haben Bilanz gezogen und neue Aktivitäten besprochen. Das Protokoll kann man im Netz einsehen. Nachdem sich Ute Donner und Steffen Schipke auf eigenen Wunsch vorerst von der Vorstandsarbeit zurückgezogen haben, wurden Uwe Tischer und Jörg Bogadtke neu in den Vorstand gewählt. Am Nachmittag war dann endlich die Premiere der Wiederaufführung des Märchens „Die kleine Malvina“. Dieses Projekt der KuFa mit Jugendlichen aus Hoyerswerda und Umgebung wurde gefördert von der „Aktion Mensch“ und Gundermanns Seilschaft e.V. Für viele war es der Höhepunkt dieses Wochenendes, sorgte es doch für Begeisterung und Erinnerung an Gundi und die Feuersteine. Die Spielfreude der Akteure und ihr spontanes Eingehen auf die wunderbar mitgerissenen Kinder in den ersten Reihen wird uns allen im Gedächtnis bleiben. Allen, die nicht dabei sein konnten, sei gesagt: Ihr habt etwas verpasst. Hoffen wir, dass es so weiter geht, denn das ist ja unser Anliegen, die inspirierte Auseinandersetzung mit dem geistigen (und seelischen) Erbe Gundermanns. Am Abend dann zwei Konzerte: Dziuks Küche mit Liedern zum Zuhören, vielen bekannt vom Liedermacher Stoppok. Und dann Kai Madlung mit der Gruppe Regentanz, rockiger, Gundermann zum Tanzen, aber der Regen fiel über das ganze Wochenende Gott sei dank aus.

Am Sonntagmorgen die etwas ambivalente Aufbruchstimmung. Ca. 20 Interessierte starteten zu einer Besichtigung verschiedener Tagebaurestlöcher. Geführt wurden wir von Egon Breitkreutz, einem ehemaligen Bergarbeiter, der uns mit fundiertem Fachwissen über das Leben der mittlerweile stillgelegten Gruben aufklärte. Für einige ging es danach weiter ins Bergbaumuseum Knappenrode, für die anderen ging es nach Haus.

Geblieben ist uns ein anderes, neues, sehr schönes Gefühl von Zusammengehörigkeit. Einen überzeugenden Beweis dafür findet ihr in dem Gästebucheintrag von Birgit Jarchow, der zu dem Ergebnis kommt, andersrum kann es ja gerne woanders kommen, bei uns jedenfalls soll es so bleiben …

Ich hoffe, dieser Erlebnisbericht motiviert alle, die diesmal nicht dabei sein konnten, sich im nächsten Jahr das Ereignis Vereinstreffen nicht entgehen zu lassen.

letzte Änderung: 2008-12-17T13:27+0100