5. Gundermann-Party diesmal im Ku-Stall Strausberg von Jens Sell, Artikel aus der Märkischen Oderzeitung
Strausberg (js/MOZ) Der Verein Gundermanns Seilschaft hatte nach vier Gundermann-Partys im Weißenseer Kulturhaus Peter Edel am vergangenen Sonnabend in den Strausberger Ku-Stall eingeladen und nicht nur den Saal mit besonders viel auswärtigen Gästen gut voll bekommen. Dort startete zunächst Liedermacher Bernd Nitzsche mit Freunden und dem unvermeidlichen „Immer wieder wächst das Gras“, jenem Lied, das unmittelbar mit dem Tod Gerhard Gundermanns in der Mitsommernacht 1998 hymnischen Charakter für die hinterbliebene Gemeinde annahm. Die Barnimer Alternative erwies sich als guter Gastgeber: Pferdestall und Tabakboden, Ku-Stall und Galerie – für die Gundermann-Gemeinde gab es Gelegenheit, seine und die eigenen Lieder und Lyrik von Claudia Gorr, Gunnar Bittersmann, Frank Hammer zu hören. Ein Höhepunkt, den leider zu wenige miterleben konnten, war das Konzert von Tobias Burger aus Hermersdorf, von dem alle, die in den Tabakboden passten, hinterher schwärmten. Außerdem konnte man mit Christoph Spehr gesellschaftliche Utopien diskutieren, Gundermann-Filme betrachten, Andreas Marx’ Erzählgeschichten verfolgen, Ausstellungen von Gundermann-Texten und unter dem Thema „Arbeiten auf Teufel komm raus“ anschauen oder mit anderen Vereinsmitgliedern und Gästen sprechen.